Freitag, 21. Dezember 2007

Entenbrust im Manz - so nicht, siehe unten

















Herr Küchengeist wollte (hat) heute mit knusprig gebratener Entenbrust die kulinarische Weihnachtszeit beginnen.

Zwei Stücke wurden Entenbrust aufgetaut, in der Pfanne knusprig angebraten, der Manz ohne Abschirmblech (das vermindert die Oberhitze) vorgeheizt und dann die Enten ab in den Ofen. So weit, so gut.

Nach einiger Zeit war durch das Sichtfenster des Ofens nur noch Nebel zu sehen.
Schnell die Ofentür geöffnet, um zu Schauen was dort drinnen los ist...

Kein Nebel, sondern Qualm drang aus dem Ofen und setzte auch gleich den Rauchmelder im Wohnzimmer in Gang. Ein sehr harmonisches Geräusch.

Natürlich ließ sich der tapfere Rauchmelder an der Zimmerdecke auch nicht Ausschalten oder Öffnen. Also das angeklebte Teil mit samt zwei Euro-Stück-großen Tapetenstückchen von der Decke gerissen. Dann ließ er sich Öffnen und Ausschalten.

Was nun mit der Entenbrust tun? Die mußte noch weiter gebraten werden.

Das hochspritztende Fett verbrannte an den, nicht durch das Abschrirmblech geschüzten, Heizstäben und würde es beim weiteren Braten auch weiterhin tun.
Der Ofen sah durch das bereits verspritzte Fett schon "entzückend" aus.

Um weiteres, stärkeres Einbrennen von weiteren Fettspritzern zu verhindern haben wir das Abschirmblech wieder in den Ofen geschoben und die Enten weiter gebraten.

Das Ergebnis war leider am Ende nicht knusprig, warscheinlich weil der Manz ja kaum Feuchtigkeit heraus läßt. Vielleicht hätte man, wie beim Brot für die Kruste den Ofen 15 Minuten vor Ende der Garzeit öffnen müssen, um den Dampf heraus zu lassen.

Das Entenfleisch war zart und vor allem die Soße schmeckten sehr lecker, aber wir hatten uns auch auf die knusprige Haut gefreut. Damit war leider nichts.


Statt dessen ist Ofenputzen angesagt.
Und der Ofen sieht in Wirklichkeit viel schlimmer aus, als auf dem Bild.
Am Schlimmsten ist natürlich die Oberseite des Ofens bespritzt und eingebrannt. Unter den Heizstäben, wo man so gut ran kommt.

Und morgen gibt's erst mal Brötchen vom Bäcker.

Kommentare:

Schnuppschnuess hat gesagt…

Liebe Sivie,
Du hast mein aller-allertiefstes Mitgefühl. Grauenhaft! Da ich gerade gestern meinen Manzfred geputzt habe (allerdings nicht in diesem Ausmaß verschmutzt), weiß ich, was Du durchmachen musstest. Gut, dass ich noch nicht auf die Idee gekommen bin, die Bleche rauszunehmen.
Ich mache es übrigens so, um eine knusprige Haut zu bekommen: Tür zwischendurch immer mal wieder öffnen und am Ende, wenn das Fleisch gar ist, die Hitze hochschalten und dann so lange brutzeln, bis die Haut die gewünschte Knusprigkeit aufweist.
Das klappt zumindest bei Hähnchenschenkeln hervorragend.
Trotzdem, die Aktion mit dem Rauchmelder entbehrt nicht einer gewissen Komik!
Liebe Grüße
Jutta

Sivie hat gesagt…

Danke für Dein Mitgefühl. Mein Schatz hat die "Decke" vom Manzi wieder sauber geschrubbt. Jetzt muß ich nur noch den Rauchmelder wieder auf die Löcher in der Tapete kleben:-))
Hast Du denn noch Putztipps?
Brigittet hat doch mal was von einem Trick geschrieben.

zorra hat gesagt…

Ich habe mal einen Schweinsbraten im Backofen angebraten http://kochtopf.twoday.net/stories/3152213/, mach ich nie wieder.
Hm, merkwürdig dass die Entenbrust so gequalmt hat. Versuch es doch mal mit der Niedergartechnik (http://kochtopf.twoday.net/stories/3061035/), da qualmt nichts. ;-)

Sivie hat gesagt…

Hallo Zorra,
mein Schatz hatte die Entenbrustfilets in der Bratpfanne angebraten und wollte sie dann weiter "grillen". Das Fett spritzte gegen die Heizschlage, weil der Manz niediger ist als ein normaler Ofen. Das waren nicht unsere 1. Entenbrustfilets, aber die ersten im Manz. Die Zubereitungstechnik müssen wir überarbeiten...