Samstag, 12. Dezember 2009

Eigentlich...

















... wollte ich das tradionelle Knusperhäuschen in diesem Jahr selbst backen, aber es hat leider nicht geklappt.

In den Vorjahren hatten wir immer ein Zuckerhäuschen aus Bad Schwartau zum Dekorieren.
Das Häuschen habe ich mit Zahnstochern und Zuckerguss zusammengeklebt und die Kinder durften nach Herzenslust dekorieren.

Im letzten Jahr hatte ich bei Palachinka einen tollen Rentierschlitten entdeckt, den ich gerne nachbacken wollte. Und Junior wollte dieses Jahr ein Zuckerhäuschen zum Essen haben, dass nicht bis nach Weihnachten stehen bleibt und steinhart ist.

Also habe ich den Teig angerührt und am nächsten Tag ausgerollt und zugeschnitten. Mit dem Vorbereiten und Backen hat noch alles gut funktioniert und ich war mit meinen Bauteilen aus dem Backofen sehr zufrieden.

Ich habe das Haus am nächsten Tag, gut ausgekühlt, mit Hilfe von vielen halbierten Zahnstochern und Zuckerguss zusammen gebaut und am Nachmittag durften die Kinder sich mit der Deko austoben.

Das Drama fing damit an, dass mir die Platten für das Dach wohl etwas dick geraten sind. Das Haus wurde schiefer und schiefer und schließlich brach das Dach zusammen.

Ich kam nicht einmal mehr dazu, die Ruine zu fotografieren, denn plötzlich tauchen die Playmo-Männchen, die in den Vorjahren die steinharten Zuckerhäuschen nach Weihnachten zerstört hatten auf. Diesen härtegetesteten Gesellen konnte das Häuschen aus weichem Lebkuchen leider nicht lange standhalten.

Ich konnte gerade noch die einzelnen Bauteile beiseite schaffen und in keksgroße Stücke zerteilen, denn der Lebkuchen schmeckte prima, den sollte man nicht umkommen lassen.

Naja, und als Zuckerhäuschen gab es dann diesmal eines vom Möbelhaus, das aber auch schon sehr einsturzgefährdet aussieht und schlecht zusammen zu bauen war, da die Teile nur so dünn sind wie gekaufte Spekulatius. Also mit Zahnstochern war da nichts zu machen.

















Das Dach sieht bei dem dicken Zuckergussstreifen nicht nur eingesunken aus, es hat dort fast schon ein Loch und die andere Dachseite sieht nicht besser aus.

Das Rezept für den Lebkuchen habe ich mir beim Chefkoch heraus gesucht und leicht abgewandelt. Ich habe nur das halbe Rezept gemacht, wobei das für ein Zuckerhäuschen von 15 X 20 cm und ein Blech ausgestochene Lebkuchen schon sehr knapp war. Da die Lebkuchen uns gut geschmeckt haben, würde ich nächstes Mal das ganze Rezept backen, für meinen Schlitten hat es so nämlich nicht mehr gereicht.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Lebkuchenhaus
Kategorien: Kekse, Lebkuchen
Menge: 1 Rezept

Zutaten

250Gramm Honig
250Gramm Zucker, braun
150Gramm Butter oder Margarine
100Gramm Mandel(n), gemahlene
400Gramm Mehl, (Roggen oder Weizenmehl) Original
   -- Roggen!!!!
200Gramm Weizenmehl zusätzlich
100Gramm Roggenmehl zusätzlich
1Teel. Zimt
2Teel. Lebkuchengewürz
1Essl. Kakaopulver
1  Ei(er)
1Teel. Pottasche (erhältlich in der Apotheke)
1Teel. Hirschhornsalz
2Essl. Rum oder Wasser
H GUSS
2Essl. Zitronensaft
150Gramm Puderzucker

Quelle

 http://www.chefkoch.de/rezepte/161811070521866/Lebkuchen.
 html
 Erfasst *RK* 05.12.2009 von
 Sivie

Zubereitung

Außerdem: Fett oder Backpapier für das Backblech! Mehl zum Ausrollen

Vorbereitungszeit: 50 Minuten

Ruhezeit: mind. 12 Stunden

Backzeit: pro Blech ca. 10 min. oder etwas mehr Fertigstellung: 30 min Tipp: Der Lebkuchenteig hält sich im Kühlschrank mehrere Tage. Sie können ihn also gut vorbereiten und ganz nach Bedarf backen.

Die Lebkuchen sind nach dam Backen etwas hart, legen Sie sie mit einem Apfelschnitz in eine Dose und sie werden schön weich. Auch wenn sie an der Luft liegen, werden Lebkuchen weich, denn sie holen sich die notwendige Feuchtigkeit aus der Zimmerluft.

Den Honig mit dem Zucker und der Butter oder der Margarine in einen Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen, in eine große Rührschüssel umfüllen und abkühlen lassen.

Die Mandeln, 400 g Mehl, alle Gewürze und das Ei zur Honigmischung geben. Die Zutaten mit den Knethaken des Handrührgeräts(oder in der Küchenmaschine) gründlich durchkneten.

In einer Tasse die Pottasche mit dem Rum oder dem Wasser verrühren, bis sich diese vollständig aufgelöst hat. Ebenfalls zum Teig geben und unterkneten. Den Teig nun auf höchster Stufe so lange weiterkneten, bis er glänzt und nicht mehr klebt. Eventuell etwas Mehl dazugeben, falls der Teig noch zu weich und klebrig ist. Er soll fest und formbar sein. (Persönliche Bemerkung: ich habe bis jetzt immer Mehl dazugeben müssen, damit er passt, egal ob Vollkorn oder normales Mehl)

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken oder den Teig herausnehmen und fest in Folie einwickeln. Am besten über Nacht (mind. Jedoch 4 Stunden) im Kühlschrank ruhen lassen. (Persönlich Bemerkung: Habe im Netz gelesen, umso länger umso besser, dann geht er besser auf)

Den Backofen auf 180 grad (Gas: Stufe 3 ) vorheizen. Das Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen. Den Teig portionsweise auf wenig Mehl 5-6 mm dick ausrollen. (geht auch gut ohne Mehl..) Herzen oder beliebig andere Formen ausstechen oder ausschneiden.

Die Lebkuchen auf das Blech legen. In den Backofen (Mitte) schieben und etwa 10 min backen (kommt auf die Größe des Lebkuchen an bis 18 min guter Tipp, wenn der Boden braun ist, ist der Lebkuchen fertig und oben nach Weich ) Vorsichtig vom Blech lösen, denn die Lebkuchen sind dann noch sehr weich. Auf ein Kuchengitter setzen und auskühlen lassen.

Den Puderzucker mit soviel Zitronensaft glatt rühren, dass ein dickflüssiger Guss entsteht. In einen Spritzbeutel füllen und die Lebkuchen nach Belieben verzieren.

Sie können die Lebkuchen auch vor dem Backen mit verquirltem Eiweiß bestreichen und mit halbierten Mandeln und kleingeschnittenen kandierten Früchten belegen.

1 TL Hirschhornsalz, da laut Packung 2 TL Pottasche für 500g Mehl nötig sind. Ich habe mich für 1 TL Pottasche und 1 TL Hirschhornsalz getrennt in je 1 TL Wasser aufgelöst entschieden.

Für einen einigermaßen formbaren Teig habe ich 300g mehr Mehl gebraucht, als im ursprünglichen Rezept (oben vermerkt).

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Kommentare:

Schnuppschnuess hat gesagt…

Wenn die Generalprobe nicht so klappt, wie man es sich wünscht, wird die Premiere toll. Weihnachten ist gerettet!

Sivie hat gesagt…

Wenigstens schmeckt der Lebkuchen gut. Das Projekt wird im nächsten Jahr wiederholt.

lamiacucina hat gesagt…

ohne Architekt würde ich mich nie an sowas getrauen :-)

Kaoskoch hat gesagt…

Wenn die Lebkuchen gut schmeckten, ist das doch die halbe Miete! Schade, dass der Rentierschlitten nicht klappte, das Bild hätte ich gerne gesehen.

Gerade heute hatte ich überlegt, ob ich mein Lebkuchenhaus-Rezept mal blogge, dachte mir dann aber, das es bestimmt zu profan ist ... Das braucht für die Statik keine Zahnstocher ;o) Im nächsten Jahr gibt's dann von mir ein Lebkuchenhaus, denn heuer komme ich nicht mehr dazu.