Donnerstag, 10. Dezember 2009

Neues Lieblingsbrot...


































Unser neues Lieblingsbrot habe ich vor Kurzem bei Ulrike gefunden.

Ich denke selten am Vortag des Backtages an die Fütterung des Sauerteiges oder den Ansatz eines Vorteiges und war daher sehr erfreut über das Rezept für das rustikale Landbrot von Ulrike, das sie morgens angesetzt und am Nachmittag gebacken hat.

So habe ich es auch gemacht, allerdings habe ich die Knetarbeit der Küchenmaschine überlassen.

Ich habe das Brot bei knapper Gare (die Abendbrotzeit nahte) mit dem Schluß nach oben gebacken.

Das Brot ist sehr schön aufgegangen und schmeckte sogar Fräulein K., die bisher trotz aller selbstgebackenen Brote spätestens am zweiten Tag lieber Toast aus der Brotfabrik essen wollte.

Ich habe das Brot jetzt bereit 4 Mal gebacken und werde demnächst versuchen etwas dunkleres Mehl unterzubringen, da Herr K. sich ein etwas kräftigeres Brot wünscht.

Vielen Dank an Ulrike für das Rezept, das Blitzbrot mit den rohen Kartoffeln ist bereits in Arbeit.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rustikales Landbrot - auch für Anfänger
Kategorien: Brot, Hefe, Vorteig
Menge: 10 Scheiben

Zutaten

H VORTEIG
170Gramm Weizenmehl 550
4Gramm Hefe
150ml Wasser, warm
H BROT
375Gramm Weizenmehl Type 550
6Gramm Hefe
8Gramm Salz
55Gramm Naturjoghurt
125Gramm Wasser
   Öl zum Fetten

Quelle

 http://ostwestwind.twoday.net/stories/6052703/
 GoodFood Magazine, November 2009 übersetzt und
 Erfasst *RK* 12.10.2009 von
 Ulrike Westphal

Zubereitung

Achtung: Der Vorteig benötigt eine Gehzeit im Kühlschrank über Nacht!

Vorteig nur von Morgens bis Mittags ohne Kühlschrank reicht auch.

1. Am Vortag des Backtages Mehl und Hefe in einer Schüssel mischen. Das warme Wasser darüber geben und mit einem Holzlöffel zu einem Teig vermischen. Die Schüssel mit Klarsichtfolie oder noch besser mit einer wiederverwendbaren Abdeckhaube abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Der Vorteig ist reif, wenn er reichlich Blasen gebildet hat und einen süßlichen Hefegeruch aufweist.

2. Nun den Brotteig herstellen. In einer weiteren Schüssel Mehl, Wasser und den Joghurt zum Vorteig geben und so lange rühren, bis ein einheitlicher Brei entstanden ist. Den Brei über das Mehl in der Schüssel geben. Mit einem Löffel zu einer Kugel formen. Das dauert eine Weile, denn das Mehl muss die Flüssigkeit aufnehmen. Bei Bedarf noch weiteres Wasser zufügen.

3. Die Masse auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche ausbringen und mit dem Handballen den Teig lang auswalken, mit den Fingern unter das Ende greifen und zu einem kugelähnlichen Gebilde umklappen. Den Teig etwas drehen und den Vorgang wiederholen, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Das dauert etwa 10 Minuten. Alternativ kann der Teig auch 5 Minuten mit der Küchenmaschine geknetet werden.

4. Den Teig zu einer Kugel formen und in eine ausreichend große und bei Bedarf eingeölte Schüssel legen. Abdecken und bei Zimmertemperatur gehen lassen bis sich das Volumen verdreifacht hat. Das dauert zwischen 45 min. und ca. 1,5 h. Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kneten, bis das Gas entwichen ist. Den Teig zu einer Kugel formen und in ein bemehltes Gärkörbchen geben und erneut gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Wer keinen Gärkorb besitzt, legt eine runde Schüssel mit einem stark bemehlten Tuch aus.

5. Den Backofen auf 230 °C/210 °C Umluft/gas 8. Eine Fettpfanne auf der untersten Schiene mit kochendem Wasser füllen und mindestens 10 min. im heißen Ofen lassen, um Dampf zu entwickeln. Das Brot auf ein Backblech stürzen und ein paar Einschnitte machen, und bei Bedarf mit Mehl bestäuben.

Das Backblech im oberen Drittel des Ofens einschieben und 20 Minuten backen, dann die Temperatur auf 220 °C/200 °C Umluft/ gas 7 reduzieren und weitere 25 min, backen. Dann das Brot aus dem Ofen nehmen. Beim Klopfen auf den Boden soll das Brot hohl klingen, wenn nicht, weitere 10 min. backen. Ulrike: Temperatur mit dem Bratenthermometer überprüft

Auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

Ulrike: Miele H 5361: Klimagaren 230 °C, 1 Dampfstoß nach Einschießen des Brotes auf den heißen Backstein. Nach 20 Minuten die Temperatur auf 220 °C reduziert.

Bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit machte, habe ich noch schnell den Vorteig angesetzt und einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen. Gegen 14:30 Uhr war der Vorteig aufgegangen.

Ein wirklich einfach zuzubereitendes Brot, das dazu noch sehr gut schmeckt. Durch den Vorteig haben die Hefen Gelegenheit Aromastoffe zu entwickeln. Wie es sich zeigt, schadet auch ein kurzer Vorteig bei Zimmertemperatur nicht.

=====

Kommentare:

ostwestwind hat gesagt…

Das freut mich aber, dass du nach so langer Zeit auch Fräulein K. durch deine Backkünste überzeugen konntest.

Sivie hat gesagt…

Ja, frau ist ja schon für die kleinen Freundlichkeiten dankbar.

Schnuppschnuess hat gesagt…

Was für ein Kamerad!

Houdini hat gesagt…

Sehr schönes Brot, so einfach, woran liegt es wirklich, am Joghurt, am Zeit lassen? Wie wiegst Du so kleine Hefemengen?

Sivie hat gesagt…

Mit Digitalwaage und schätzen. Eine dünne Scheibe vom Hefewürfel in etwa.