Montag, 13. Dezember 2010

Spätzle geschabt

Beim 4. Hamburg-Kocht-Treffen habe ich die liebe Ingrid kennengelernt, die extra aus Stuttgart angereist war, um mit uns zu Kochen. Als echte Schwäbin verreist sie mit Spätzlebrett und Schaber.

Da Fräulein K. mit meinen Spätzle, die eigentlich eher Knöpfle sind, nicht so wirklich glücklich ist, war ich sehr interessiert, mir Ingrid's Spätzlebrett anzuschauen.

Ingrid wusste nicht mehr genau, wo sie ihr Brett bestellt hatte, aber sie erzählte von einem besonderen Handwerker, dem Schnefler, der diese Bretter herstellt. Mit diesen Angaben und der Hilfe von Tante Googel habe ich den Spätzle.eba-Verlag schnell gefunden und ein Brettchen bestellt.



Das Schwarzwälder Spätzlebrett läuft im Ganzen spitz zu und ist nicht nur am Ende abgeschrägt, wie ich es bei anderen im Netz angebotenen Spätzlebrettern gesehen habe.


Am Wochenende habe ich den ersten Versuch gemacht , Spätle vom Brett zu schaben. Das Rezept hat Ingrid mir gemailt und es hat sehr gut geklappt.

Es ging bei mir zwar nicht so schnell wie bei Frau Lutz, die sich genau so anhört wie meine Urgroßtante, sondern eher wie Frau Lutz in Zeitlupe, aber das kann ja noch besser werden.

Die langen Spätzle haben sehr gut geschmeckt und Kind war zufrieden. Und ein einfaches Brett und ein Teigschaber ist auch viel einfacher sauber zu machen, als die diversen anderen Utensilien, die ich bisher ausprobiert habe. Die gibt es demnächst bei €bay zu ersteigern.

Dazu gab es von Herrn K. gebrutzelten leckeren Schinkenbraten.


Vielen Dank an Ingrid für das Rezept und die Tipps.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Spätzleteig zum Schaben
Kategorien: Pasta, Spätzle
Menge: 1 Rezept

Zutaten

200GrammEi (ca. 3 - 4 Eier, je nach Größe)
200GrammWeizenmehl (405er) - ich hab auch schon anteilig
-- mit Dunst
HartweizenMEHL experimentiert
5-8GrammNormales Salz (ca. 1/2 - 2/3tel Teelöffel)
Muskatnuss oder Muskatblüte

Quelle

Rezept von Ingrid
Erfasst *RK* 13.12.2010 von
Sivie

Zubereitung

pro Person rechnet man ca. 1 Ei
Alles zusammenrühren und schlagen, bis der Teig Blasen wirft (am besten mit einem Kochlöffel mit Loch) Dann den Teig ein halbes Stündchen quellen lassen.
Nach und nach in kochendes Salzwasser (auf 1,5 Liter Wasser ca. 10-15 gr Salz) reinschaben oder reindrücken. Kurz hochkommen lassen und mit Schaumlöffel rausnehmen zur weiteren Verwendung.
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Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

besser spät als nie. Deine Spätzle sehen gut aus. Dafür solltest Du ein schwäbisches Diplom kriegen.

nata hat gesagt…

Für Dein Geschick bewundere ich Dich. Bei mir hat es auch nach etwa 1.000 Versuchen nicht geklappt, ordentliche Spätzle vom Brett zu schaben. Daher muss ich wohl oder übel zu Hilfsmittlen greifen und Knöpfle essen.

nata hat gesagt…

Diese Spätzle haben bei mir solchen Appetit verursacht, dass ich gleich heute Mittag in die Produktion eingestiegen bin.

Gabi hat gesagt…

Ich bin noch so weit wie Nata in ihrem ersten Kommentar - ich drücke sie durch eine Art Sieb und produziere Knöpfle. Das Schaben sieht sooooo langwierig aus für mich - ich glaube, ich lass es...

Kaoskoch hat gesagt…

Wir sollten Ingrid zu einem Schwaben-Kochtag einfliegen lassen - ich liebe Spätzle, kaufe sie aber immer ... Deine sehen gut aus!

Sivie hat gesagt…

@ Sabine: Tolle Idee! Ich wäre dabei. Schon haben wir das Thema für Hamburg Kocht 7 ;-)

tobias kocht! hat gesagt…

Die mach ich auch oft so. Geht prima.

wittcami hat gesagt…

Ich wünsche Dir und deiner Familie ein ruhiges und Gesegnetes Weihnachtsfest !

Kiek einst, wat is de Himmel so rot,
dat sünd de Engels, dei backt dat Brot,
dei backt dan Wiehnachtsmann sien Stüten
vor all de lütten Leckersnüten
nu flink de Teller ünners Bett
un legt jük hen un west recht nett
de Sünna Klaas steiht vor de Dör,
de Wiehnachtmann, de schickt em her,
wat de Engels hevt backt,
dat shüt jü probeirn
und smeckt dot good, dann hört se dat gern
un de Wiehnachtmann smunzelt, nu backt man mehr
ach, wenn doch erst mol Wiehnachten wär.