Sonntag, 9. Januar 2011

Gute Vorsätze

In Zorra's Kochtopf fragt Juliane von Schöner Tag noch nach unseren Vorsätzen für das neue Jahr.



Mein Vorsatz ist es, endlich mal Rezepte auszuprobieren und auch zu verbloggen, für die ich sogar schon Zutaten gekauft und zu denen ich dann doch nicht gekommen bin.


Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)

Als erstes kommen die heute gebackenen Cannelès an die Reihe.

Ich hatte mir schon mehrere Rezepte für Cannelès gespeichtert, als Aurélie vor einiger Zeit Ihre Lavendel-Cannelés gepostet hat, habe ich mich um die Förmchen gekümmert. Mein "Silikonblech" enthält 15 Förmchen von 3 cm Durchmesser und 3 cm Tiefe.


Die Vorgehensweise bis zum Backen habe ich auch weitestgehend von Aurélie übernommen. Zum Glück habe ich jedoch das Rezept halbiert, da ich mit der Teigmenge meine Form mehr als dreimal füllen konnte.


Beim ersten Versuch habe ich mich an die Zeiten und Temperaturen aus Aurélies Rezept gehalten, die Backzeit von insgesamt 60 Minuten erschien mir für die kleinen Dinger aber zu lang. Nach 10 Minuten bei 250° und 20 Minuten bei 180° waren meine Cannelés trotz Abdecken mit Alufolie sehr dunkel und Oberseite und Boden konnte man nur abschneiden.
1. Versuch, ohne Blitz
1. Versuch, mit Blitz
Beim zweiten Versuch habe ich die Temperatur auf 220° und 5 Minuten für das Anbacken und 180° und 20 Minuten zum Fertigbacken reduziert. Ergebnis: Schon besser, aber immer noch trotz Abdeckung etwas schwärzlich-bitter.
2. Versuch, mit Blitz
Für den dritten Versuch habe ich eine Anbacktemperatur von 200° und 5 Minuten gewählt und dann auf 160° reduziert und noch 15 Minuten gebacken. Die Zeit war etwas zu kurz, weshalb ich wohl die Cannelés nicht heil aus den Formen heraus bekommen habe. Diese Version hat uns aber mit Abstand am besten geschmeckt. Die Zeit kann man hier vielleicht noch etwas auf 20 Minuten verlängern. Dann sollte das Ergebnis optimal sein.
3. Versuch, mit Blitz
Mir ist schon klar, dass die Cannelés recht dunkel sein sollen, aber der dritte Versuch hat uns am besten geschmeckt.


Ich habe das Ganze im normalen Umluftofen gebacken, da der Manz die Temperaturen so gut hält, dass eine Temperaturabsenkung nach 10 Minuten so lange dauern würde, dass die Cannelés dann bestimmt nur noch kleine Kohlen gewesen wären.


Schmeckt lecker, aber mit nur einem Cannelés-Blech ist das Backen recht zeitaufwendig. Herrn K. Kommentar lautete: Spielerei mit essen, nächsten Mal bitte mehr und voller gefüllte Gläschen.


Hier habe ich auch noch zwei Rezepte für herzhafte Cannelés gefunden. Die probiere ich vielleicht auch Mal aus.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Cannelés Küchengeister
Kategorien: Kekse, Karamell
Menge: 50 Stück

Zutaten

500GrammMilch
50GrammButter
150GrammZucker
2Eier
1Eigelb
100GrammMehl
1Teel.Amarettosirup, oder anderer nach Wunsch
1Teel.Vanille-Essenz

Quelle

eigenes Vorgehen nach diversen Rezepten aus dem Netz
Erfasst *RK* 08.01.2011 von
Sivie

Zubereitung

Am Vortag:
Eier und Zucker schaumig rühren.
Milch, Butter, Sirup und Vanille erwärmen bis die Butter schmilzt.
Mehl unter die Eimasse rühren, dann die Milch untermischen.
Den Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Am Backtag:
Vor dem Backen nochmals den Teig gut druchrühren, dann Canneles- Förmchen zu etwa 3/4 füllen.
Den Backofen auf 200-210° mit Umluft vorheizen.
Die Canneles auf mittlerer Schiene bei 200° etwa 5-6 Minuten backen, dann die Temperatur auf 160-170° herunter schalten und für ca 15-20 Minuten fertig backen.
Rechtzeitig mit Alufolie abdecken, damit die Oberseite nicht zu dunkel wird.
Cannelés direkt nach dem Backen aus der Form nehmen.
Die Cannelés sollen außen knusprig und innen weich sein.
Meine Förmchen haben einen Durchmesser von 3cm und sind 3 cm tief.
Einen Rest Teig habe ich in kleinen Gläschen gebacken. Hat auch gut funktioniert, es fehlte halt die klassische Form und dauerte wegen der größeren Menge etwas länger. Die Gläschen müssen vorher eingefettet werden.
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Kommentare:

Bolli's Kitchen hat gesagt…

die sind aber immer recht dunkel.....alle Leute die ich kenne und die cannelés backen, schwören auf die kupfernen Formen, denn in Siliconformen bekommt man nie diese so typische Kruste hin.....
Also, nächster Vorsatz: kupferne cannelés Formen kaufen!

Sivie hat gesagt…

Also die Teile hatten eine Kruste. Ob das nun die typische Kruste war kann ich mangels Vergleich nicht beurteilen, also reicht es mir so, für die paar Mal, die ich sie backen werde.

ostwestwind hat gesagt…

Versuch macht kluch, obwohl in der letzten Brigitte wurden auch die Silikonförmchen empfohlen.

zorra hat gesagt…

Müssen die innen so teigig sein?

bolliskitchen hat gesagt…

die original cannelés haben eine recht "dicke" Kruste, die oft auch recht dunkel ist und innen ist es dann ganz weich und saftig.

Sivie hat gesagt…

Die ersten waren Innen schon fast zu trocken, die letzten eher etwas zu feucht. Glaub ich jedenfalls, habe ja keinen echten Vergleich.

Ursula hat gesagt…

Obwohl ich Silikonformen für Rührteiggebäck mag, habe ich mit diesen cannelée -Formen vor Jahren auch schon Schiffbruch erlitten, die cannelées wollten sich nicht von den Förmchen trennen. Deshalb hab ich die Förmchen in den Keller verbannt und nie mehr herausgeholt! Ich sollte ihnen vielleicht nochmals eine Chance geben....

Juliane hat gesagt…

Vielen Dank für Deinen Beitrag!

Cannelès kannte ich noch gar nicht. Foodbloggen macht schlau :) Und Respekt für Deine ausdauernden Versuche, mir fehlt da oftmals die Geduld, wenn etas nicht gleich beim ersten Anlauf gelingt.

Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane

Schnuppschnuess hat gesagt…

Das nenne ich Durchhaltevermögen! Aber die Temperaturen kommen mir sehr spanisch vor. Bei der Hitze backe ich Roggenbrot :-)

Véronique hat gesagt…

Ich habe schon in Rezepte höhere Temperaturen gesehen... Nachdem ich dein Rezept gelesen habe, und sowohl mit der von Aurélie und mit der, die ich gepostet hatte (eine Übersetzung der Version, die unter französischen Bloggers anscheinend als Referenz gilt), fällt mir auf, dass Du wenig Zucker benutzt hast (300g/Liter Milch gegen 400g bei mir und 500g bei Aurélie), was die Bildung einer Karamellkruste problematisch machen könnte.

schlachtplatte hat gesagt…

mmm cannelés habe ich immer gerne in Bordeaux gegesse. Die gab es in meinem Lieblingsrestaurant beim Mittagstisch immer zur Tasse Kaffee dazu. Außen schön karamellisiert und innen dann weich und fluffig und mit einem Hauch Vanille und Rum im Geschmack...muss ich auch unbedingt mal wieder hier machen.

Chaosqueen hat gesagt…

Ich liebe Cannelès!

Kupferformen habe ich auch nicht, nur die aus Silikon. Die aus Kupfer sind sündhaft teuer, ich habe sie in HH bei Cucinaria gesehen.

Ich habe gerade erstaunt festgestellt, dass ich die Cannelès noch gar nicht verbloggt habe. Ich bin mir aber sicher, dass ich Fotos davon gemacht habe. Ansonsten heißt es noch einmal backen, was ja nicht wirklich schlimm ist. ;-)

Ich habe sie übrigens aus dem gleichen Grund wie Du auch nicht im Manz gebacken.